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Dissertationsprojekt

Die Genese der Kinderpfleger*innenausbildung und deren Implikationen – Betrachtung praxeologischer Aspekte von Kinderpfleger*innen im Tagespflegewesen - Strukturierte De-Professionalisierung im Feld der Frühpädagogik

Dr.in Stephanie Spanu

Die Kindertagespflege stellt in Deutschland inzwischen eine wichtige Säule im frühkindlichen Betreuungssystem dar. Während es im Bereich der institutionellen Bildung bereits umfassende Ergebnisse zu Bildungs-, Gesundheits- und Qualitätsaspekten sowie zur Erziehungspraxis gibt, mangelt es in Deutschland bisher noch an wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen in der Kindertagespflege. Dies gilt insbesondere für Kinderpfleger*innen, die im Handlungsfeld der Kindertagespflege tätig sind. Die Qualitätsdebatte ist kein zufälliger Moment. Sie ist eine Folge aus nationalen und internationalen Diskursen um das gesamte Feld der Bildung und ihrer Bildungssysteme, in denen gleichermaßen fachwissenschaftliche Entwicklungen und gesellschaftliche Erwartungen aufeinandertreffen. Diese werden zusätzlich von politischen Entscheidungen gerahmt. Während es auf gesetzlicher Ebene Novellierungen für den gesamten Bereich der Frühpädagogik gibt, die Auswirkungen auf das öffentliche Aufwachsen von Kindern in Deutschland haben, muss der Fokus nicht nur auf die institutionellen Rahmenbedingungen gelegt werden, sondern auch auf die personelle Situation von Fachkräften. Aus diesem Grund stehen Kinderpfleger*innen im Großkindertagespflegewesen im Zentrum dieser Arbeit.

Das Erkenntnisinteresse führt zu unterschiedlichen Forschungsfragen. Hinsichtlich der Berufsentwicklung ist zu fragen, welche Figurationen sich im Hinblick auf das Tätigkeitsfeld von Kinderpfleger*innen historisch aufzeigen lassen und welche Interdependenzen bis heute wirken. Daran lässt sich die Frage anschließen, wie sich Implikationen für das Kindertagespflegewesen im Allgemeinen und im Speziellen für das Großkindertagespflegewesen herausarbeiten lassen können. Vor diesem Hintergrund wurde unter anderem der Fragestellung nachgegangen, wie Kinderpfleger*innen vor dem Hintergrund der eigenen Ausbildung Könner*innenschaft reproduzieren.

In einer qualitativen Studie wurden 19 Kinderpfleger*innen im Großkindertagespflegewesen aus Nordrhein-Westfalen im Zeitraum von Januar bis Juli 2015 interviewt und anhand der Qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet.

Prüfer*innen:

Abschluss der Promotion:

  • 2019

Entstandene Veröffentlichungen:

  • Spanu, S. (2019): Das Kindertagespflegewesen. Einsatzort für Kinderpfleger*innen? Opladen: Barbara Budrich. (Monografie)
  • Spanu, S. (2020): Die Kindertagespflege im Spannungsverhältnis von Mütterlichkeit und Professionsanspruch. In: „Repräsentationen, Positionen und Perspektiven der Geschlechterforschung. Opladen: Barbara Budrich (erscheint 2021) (peer review)
  • Spanu, S. (2021): "Aus der Geschichte nichts gelernt? Helfer*innenberufe als Ausbaustrategie". In: Göddertz, N., Karber, A. (geplant für 2022): Zugänge zu einer Didaktik der Sozialpädagogik - Perspektiven der beruflichen Bildung.

Mensapläne

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.