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Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung

Nachruf für Rita Süssmuth (88)

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Rita Suessmuth © Technische Universität Dortmund
Die ehemalige Professorin des ISEP und Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Wir gedenken mit einem Nachruf an eine herausragende Kollegin und einen wundervollen Menschen.

Am 01. Februar 2026 ist Rita Süßmuth im Alter von 88 Jahren verstorben. Rita Süßmuth war in den 1970er Jahren Professorin an der Universität Dortmund und als Hochschullehrerin am Institut für Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung und Pädagogik der Frühen Kindheit (ISEP) tätig, bevor sie als Direktorin an das Institut „Frau und Gesellschaft“, Hannover, ging und anschließend Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit sowie Bundestagspräsidentin wurde. Die von Rita Süßmuth bearbeiteten und als Politikerin vorangetriebenen Themen sind bis heute von großer Aktualität und werden nach wie vor im ISEP bearbeitet: Gleichberechtigung, Engagement für sozial Benachteiligte, Teilhabe und Kinderbetreuung.

Mit ihren Herzensthemen war Rita Süßmuth ihrer Zeit und ihrer Partei oftmals viele Jahre voraus. Sie sprach Probleme offen an und engagierte sich für ihre Ziele über Parteigrenzen hinweg. Rita Süßmuth stand für eine progressive Politik, kämpfte für Gleichberechtigung in der Kindererziehung, setzte sich für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch ein sowie für die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe.

Mit Rita Süßmuth verliert nicht nur die Politik, sondern auch das ISEP eine herausragende Kollegin, die sozialpädagogische Ideen nicht nur akademisch bearbeitete, sondern aktiv an deren Umsetzung gearbeitet hat. Ihren Angehörigen und Freunden möchten die Mitglieder des ISEPs ihr herzliches Beileid aussprechen.